Mord in Berne: Polizei klärt Mordfall Harmsen auf – Haftbefehl gegen Tatverdächtigen
Der Mordfall Harmsen ist weitestgehend aufgeklärt, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft so eben mitgeteilt hat. Der 86jährige Kaufmann aus Berne wurde am 05. Juli 2010 in seinem Wohn- und Geschäftshaus in Berne erschlagen. Eine Mordkommission “Berne” wurde eingerichtet, die über 150 Hinweisen nachging. Jetzt wurde ein 42-jähriger Mann aus Berne festgenommen, er steht unter Tatverdacht den Geschäftsmann erschlagen zu haben.
“Der 42-Jährige ist polizeilich bereits mehrfach in Erscheinung getreten. Dabei handelte es sich überwiegend um Betrugstaten”, äußert die Sprecherin der Moko Berne.
In auswegloser Situation folgt das Geständnis
Bereits seit einigen Wochen war der Arbeitslose Berner im Fokus der Ermittler. Die Moko Berne sicherte Indizien, um so den Tatverdacht zu erhärten. Bei den Ermittlungen kamen Flugblätter, Polizeitaucher und sogar Bargeldspürhunde zum Einsatz. Am Dienstag Abend waren die Beamten der Polizei und Staatsanwaltschaft sich sicher genug und nahmen den Gelegenheitsarbeiter aus Berne fest. Dieser verstrickte sich in der anschließenden Vernehmung in Widersprüche. Durch die akribische Ermittlungsarbeit konnten die Ermittler die gemachten Angaben in großen Teilen widerlegen.
Nachdem der Festgenommene die Ausweglosigkeit seiner Situation erkannte gab er in einem umfassenden Geständnis zu, den 86-jährigen Friedrich Harmsen in dessen Geschäft erschlagen zu haben. Der Täter gab als Motiv erhebliche finanzielle Probleme an, diese wollte er mit Hilfe des Opfers lösen. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat wegen der Schwere der Tat Haftbefehl gegen den 42-jährigen Mann aus Berne beantragt, den das Opfer laut Kenntnis der Polizei seit Jahren kannte. Dieser wird nun in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
#Update: Der Inspektionleiter der Polizeidirektion Cuxhaven / Wesermarsch, Kriminaldirektor Bernd Deutschmann, bedankt sich auch im Namen des Leiters der Mordkommission, Robert Kalka, ausdrücklich beim Landrat des Landkreises Wesermarsch und dessen Belegschaft für deren Unterstützung. Diese ermöglichten den Mitgliedern der Mordkommission ein weiteres Arbeiten in Brake, indem Büroräumlichkeiten im Kreishaus zur Verfügung gestellt wurden.
“Ich bedanke mich auch bei den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit ihren Hinweisen an uns gewandt haben und so sicherlich ein Stück weit zur raschen Aufklärung beigetragen haben”, so Deutschmann weiter.

