Die Hansestadt Bremen hat seit ihrer Entstehung im 8. Jahrhundert viele Abenteuer innerhalb ihrer Mauern erlebt, nicht immer freundlich gingen die Jahrhunderte durch ihre Tore ein und aus. Doch Geschehnisse wie die Besetzung durch Napoleon 1811 oder die teilweise Zerstörung im Zweiten Weltkrieg haben ihrem Zauber nichts anhaben können – bis heute lebt der mittelalterliche Charme der Stadt in ihren verwinkelten und engen Straßen, ausgedehnten Parks und herrschaftlichen Gebäuden und verzaubert ihre Besucher mit Geschichten aus der Vergangenheit.
Das Bremer Rathaus – ein Weltkulturerbe
Wahrzeichen Bremens und Symbol der Freiheit ist der Bremer Roland auf dem Marktplatz inmitten der charmanten Altstadt. Mit stolzem Blick, steinerner Rüstung und erhobenem Schwert verkündet er die Marktrechte, welche die Stadt durch ihren Beitritt in die Hanse erworben hat. Schützend steht er vor dem Bremer Rathaus, welches zu den bedeutensten gotischen Bauwerken in Europa zählt. Die Front des Rathauses zeichnet sich durch seine Arkaden aus, die unter den hohen Fenstern zum Verweilen einladen und steinerne Bildnisse der Kurfürsten und Persönlichkeiten wie Platon oder Aristoteles vervollständigen das Gebäude zu einem wahren Kunstwerk. Kein Wunder, dass das Bremer Rathaus von der UN zum Weltkulturerbe erklärt wurde
Von den Bremer Stadtmusikanten bis hin zum Schnoor
Den Marktplatz bewohnen daneben sowohl der romanisch-gotische St. Petri Dom als auch die Bremer Stadtmusikanten – die bronzenen Märchenfiguren der Gebrüder Grimm sorgen hier seit 1953 für ein Lächeln auf den Gesichtern der Menschen. Der Weg durch verwunschen wirkende Böttcherstraße führt ans Weserufer, wo man direkt die Schlachte erreicht. Als Uferschutzanlage im 13. Jahrhundert erbaut, war sie einst der Hafen Bremens. Schon damals bot sie Gastronomiebetrieben ein Dach und so verwundert es nicht, dass auch heute noch in den alten backsteinernen Handelskontoren der Schlachte unzählige Cocktailbars, Biergärten und Restaurants wohnen – die Uferpromenade lacht und lebt!
Das Altstadtviertel Schnoor scheint hingegen in einer anderen Zeit zu leben. Mit Kopfstein gepflasterte Gassen hangeln sich an geduckten Häusern entlang, die im 17. Jahrhundert entstanden sind. Das ehemalige Viertel des Schiffshandwerks mit seinem Fachwerk und mit den von Blumenkästen verzierten Ecken lebt vom Frieden und der Romantik in der Luft.
Wissenschaft und Technik im Universum und weitläufige Parkanlagen
Eine ganz andere Luft weht wiederum im Universum von Bremen – einem Wissenschaftszentrum, in dem Besucher eingeladen sind, die Ausstellungsstücke selbst auszuprobieren. Zahlreiche Expeditionen in den Kosmos und zu den Geheimnissen der Erde warten hier auf Wissbegierige und Abenteuerlustige! Bremen hat neben Vergangenheit und neuestem Wissen aber auch herrschaftliche Aussichten in seinen wunderschön angelegten Parks zu bieten.
Im Bürgerpark nahe des Hauptbahnhofes weht der Wind klassischer Volksgärten mit Liegewiesen, Kaffeehäusern und Seen, auf denen das ein oder andere Ruderboot vergnüglich seine Runden dreht. Der Rhododendronpark entführt in die Welt der Azaleen und Rhododendren, Naturliebhaber finden hier eine ungeahnte Artenvielfalt und können ihre Begeisterung noch in der Botanika, einem Naturerlebniszentrum, vertiefen. Wanderungen durch asiatische Welten und einen großzügig angelegten Japangarten verleiten zum Träumen!
Schifffahrt ist allgegenwärtig in Bremen
Zu guter Letzt lädt das Viertel Vegesack noch zu sich, um den im 17. Jahrhundert erbauten ersten künstlichen Hafen Deutschlands zu besuchen – als Museumshafen verschafft er heute einen Blick auf vergangene Arbeit und Mühe. Ausstellungen und Konzerte im Kitohaus, einem Packhaus aus dem 18. Jahrhundert runden Streifzüge durch Bremen gekonnt ab, Gesehenes wird so als unvergesslich im Gedächtnis bleiben!


